3 Gründe, warum H2S ein größer werdendes Problem in Abwassersystemen ist

Zentralisierung, Nachhaltigkeit und Effizienztrends bringen Vorteile für Umwelt und Gesellschaft. Leider wirken sie sich auch als Katalysator auf das Schwefelwasserstoffproblem aus. Wir zeigen Ihnen drei Faktoren, die erklären, warum das H2S-Problem in den kommenden Jahren zunehmen wird.

1. Die Abwasserreinigung wird zentralisiert

Die Abwasserreinigung wird auf große, energieeffiziente Anlagen hin zentralisiert, während kleinere Anlagen stillgelegt oder zu Pumpstationen umgebaut werden. Obwohl dieser Effizienztrend viele Vorteile mit sich bringt, wirkt er sich auch negativ auf das Schwefelwasserstoffproblem aus. Da immer mehr Abwasser über immer längere Strecken gepumpt wird, steigt zwangsläufig auch die Produktion von Schwefelwasserstoff. Und wenn dies geschieht, treten mehr Geruchs- und Korrosionsprobleme im Kanalnetz auf.

2. Regenwasser wird vom Abwasser getrennt

Viele Länder gehen weg von kombinierten Abwassersystemen und entscheiden sich stattdessen für getrennte Abwassersysteme, bei denen Regen- und Schmutzwasser in separaten Kanalleitungen gesammelt werden. Dieser Trend hat zwar einige Vorteile, wirkt sich aber auch negativ auf das Schwefelwasserstoffproblem aus. Ohne Regenwasser, das die Abwässer verdünnt und fließend hält, besteht ein größeres Risiko, dass stagnierendes Wasser H2S-bedingte Geruchsprobleme im Sammelsystem verursacht.

3. Der Wasserverbrauch ist rückläufig

Ökologische Nachhaltigkeit liegt im Trend, da Haushalte und Industrien immer besser darin werden, Wasser zu sparen. Allein in den USA sank der Wasserverbrauch laut einer Studie des USGS von 2010 bis 2015 um 9 %. Auch wenn dieser Trend im Allgemeinen positiv ist, wirkt sich ein verringerter Wasserdurchfluss im Kanalsystem auf die Pumpvorgänge aus. Dies führt dazu, dass mit zunehmender hydraulischer Verweilzeit in den unter Druck stehenden Abwasserleitungen mehr Schwefelwasserstoff gebildet wird.

Obwohl diese 3 Trends zahlreiche Vorteile bieten, beschleunigen sie alle leider auch das Schwefelwasserstoffproblem. Die gute Nachricht ist, dass die Geruchs- und Korrosionsprobleme in den Griff zu bekommen sind – aber nur, wenn die richtigen Erkenntnisse über H2S für kritische Entscheidungen zur Verfügung stehen.

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